Falko Götz

Fußballtrainer

Unglückliche Heimpleite

An dieser Stelle jetzt ausnahmsweise mal keine Bewertung meinerseits, sondern ein paar Auszüge von Medienberichten über unser letztes Spiel. In der NDR-Onlineausgabe beispielsweise ist dies zu lesen:

Holstein Kiel kassierte dagegen trotz großer Überlegenheit eine unglückliche 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Carl Zeiss Jena. Der Aufsteiger aus dem hohen Norden setzte die Gäste von Beginn an unter Druck. Bereits in der achten Minute hatte Robert Müller mit einem Kopfball die Riesenchance zur Führung, doch Karsten Nulle im Tor der Jenaer parierte den Versuch zur Ecke. Auch in der Folgezeit entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor und die “Störche” waren weiter klar tonangebend. Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. In der 38. Minute hatte Michael Holt mit einem Lattenkracher aus 20 Metern allerdings auch viel Pech. Mit dem torlosen Remis verabschiedeten sich beide Teams in die Halbzeit. Auch im zweiten Durchgang schnürten die engagiert auftretenden Kieler Carl Zeiss in deren Hälfte ein. Aber aus dem Nichts ging Jena in der 72. Minute in Führung. Nach einer Hereingabe war Stefan Kolb mit dem Kopf zum unverdienten 1:0 zur Stelle. “Das war der Gipfel der Naivität”, ärgerte sich Kiels Trainer Falko Götz über das Gegentor. Holstein war geschockt. Bis auf einen Lattentreffer nach einer verunglückten Flanke von Marco Stier (82.) brachten die Schleswig-Holsteiner bis zum Schlusspfiff nichts mehr zustande.

Und dies ist in der Online-Ausgabe vom „Kicker” zu lesen:

Kiels Trainer Falko Götz tauschte nach der 1:3-Niederlage in Haching dreimal: An Stelle von Vujcic, Boy und Jürgensen spielten Heider, Schyrba und Schulz. Jenas Coach René van Eck brachte im Vergleich zum 2:1-Heimerfolg über Dortmund II Riemer für Kolb. Kiel agierte gleich zu Beginn im Sinne eines Gastgebers, die “Störche” schalteten den Vorwärtsgang ein und sorgten vor allem über die Flügel für mächtig Druck. Nach sechs Minuten zwang Müller Jenas Schlussmann Nulle bereits zum Eingreifen. Nur drei Minuten danach gab’s aber einen Rückschlag für die Kieler: Sykora verletzte sich und musste durch Guscinas ersetzt werden. Am Spielverlauf änderte dies allerdings zunächst nichts, Kiel drängte mit aller Gewalt auf die Führung, die Carl-Zeiss-Defensive hielt dem aber Stand. In der Offensive kam von den Gästen aber zu wenig, dies lag unter anderem auch am aggressiven Pressing der Kieler, die dadurch Ballverluste erzwangen. Nur klare Einschussgelegenheiten sprangen für den Aufsteiger kaum heraus. Nach 35 Minuten setzte sich allerdings Holt im Kopfballduell durch, vergab jedoch gegen den reaktionsstarken Jena-Schlussmann Nulle, kurz darauf probierte er es aus der zweiten Reihe. Sein Pfund knallte an die Latte (38.). Auf der anderen Seite kam von den Thüringern weiterhin herzlich wenig, so dass sie am Ende froh sein konnten, dass es ohne Tore in die Kabinen ging.  Nach der Pause gestaltete Jena das Spiel etwas offener, zwingend wurden die Gäste allerdings nicht. Die “Störche” agierten gefälliger, nur die Chancenverwertung der Götz-Elf blieb steigerungsfähig. So schoss Holt vorbei (56.), während Guscinas den Ball nur um Haaresbreite verpasste (57.). Carl Zeiss dagegen fehlte es an zündenden Ideen im Angriff, häufig versuchten es die Jenaer mit langen Bällen, die jedoch zumeist wirkungslos blieben.Nicht so nach 72 Minuten, als Eckardt sich auf rechts durchsetzte und in die Mitte flankte. Dort stand der kurz zuvor eingewechselte Kolb, der aus fünf Metern zur überraschenden Führung einnickte. Das war die kalte Dusche für die Norddeutschen, die sichtlich geschockt waren. Dieser Zustand dauerte aber nicht lange an, Kiel rappelte sich wieder auf, drückte erneut auf die Tube und holte in der Schlussphase die Brechstange heraus – allerdings ohne Erfolg!

Holstein Kiel tritt am 9. Spieltag samstags in Dresden an, der FC Carl Zeiss Jena spielt zeitgleich zu Hause gegen Burghausen.

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